Monika Golla ist eine interdisziplinäre Künstlerin und Kuratorin.

Ihre Schwerpunkte setzt sie auf Klang- und Rauminstallationen, bildgebende Performances, elektroakustische Klangexperimente und Videos. Ortsspezifisches Arbeiten ist ihr dabei ein wichtiges Anliegen. Die Künstlerin lässt sich nicht auf ein einziges Genre festlegen und erarbeitet ihre Installationen je nach Thema mit unterschiedlichen Medien und Werkstoffen.

Viele Konzepte sind darauf ausgelegt, mit dem Publikum in Interaktion zu treten. Um eine größtmögliche Identifikation mit dem Ausstellungs- bzw. Aktionsort herzustellen, findet sie nicht nur die Themen, die sie beschäftigen, im direkten Umfeld, sondern auch nicht selten die dafür benötigten Materialien. Dafür bindet sie ihr Publikum bereits im Vorfeld in den Beschaffungsprozess mit ein und es entstehen Kunstwerke aus persönlichen Gegenständen der anschließenden Rezipienten. Wenn im Anschluss solche Installationen wieder abgebaut werden, gehen die Leihgaben als Anteile eines Kunstwerks oft an die Besitzer zurück.

Neben der visuellen Form spielt der Klang eine maßgebliche Rolle in den Arbeiten von Monika Golla. Klang und Form bilden für sie stets eine Einheit. Deshalb lassen sich ihre Konzepte schwer in festgelegte Sparten einordnen. Mal ist es der Klang, der die Form vorgibt, mal das Bild, das das Konzept bestimmt. Auch in ihren elektroakustischen Stücken, die rein akusmatisch präsentiert  werden, zielt die Künstlerin auf die Assoziation von individuellen Bildern im Kopf der Zuhörer. Sie benutzt dafür gleichermaßen Soundscape-Aufnahmen wie auch Synthesizer- oder computergenerierte Tonfolgen. Auch klassische Instrumente und Gesangstimmen bilden das Material für ihre Klangstücke.

Da die Gesamtinszenierung einen relevanten Aspekt ihrer Arbeiten darstellt, konzipiert Monika Golla auch Klang- und bildgebende Performances. Viele ihrer Klanginstallationen dienen ihr dabei als Mitspielerinnen. Bei anderen übernehmen z. B. Videos einen Part des Klanggeschehens, oder es ist der Ausstellungsort selbst, der eine Stimme erhält, sei es durch entsprechende Mikrofonierung oder live Bespielung des Raumes.

Bei allen künstlerischen Ansätzen kooperiert Monika Golla sehr gerne mit KünstlerInnen allen Genres und komponiert auch Sounds für visuelle oder darstellende Arbeiten ihrer KollegInnen.

Monika Golla ist zudem beratend und kuratorisch tätig. Sie konzipiert Wort-, Bild- und Klang- Workshops und entwickelt neben Mixed-Media-Ausstellungskonzepten auch interdisziplinäre Performances. 

Seit 2020 forscht sie an neuen Präsentationsformen und digitalen Rezeptionen von
räumlichen und perspektivisch vielseitigen Kunstprojekten. Monika Golla setzt sich für vielfältige Deskriptionen ein und barrierefreie Zugänge zur Kunst für alle.

Seit 2015 besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Luftobjektkünstler Frank Fierke // mooff.
Die Künstlerin lebt und arbeitet in Darmstadt und Starzach.