Monika Golla arbeitet spartenübergreifend vorwiegend installativ. Neben Fotografie und Video bilden hauptsächlich Klangarbeiten und Soundperformances den Schwerpunkt ihrer künstlerischen Konzepte. Die Themen, die die Künstlerin dabei behandelt, findet sie stets in ihrem direkten Umfeld. So untersucht sie meist scheinbar belanglose Phänomene und Orte, die in der Gegenwart nicht mehr bewusst wahrgenommen oder gar tabuisiert werden. Kommunikation zu initiieren und Assoziationen auszulösen sind treibende Motive ihrer Arbeiten, die stets raum- bzw. ortsbezogen konzipiert  werden.

 

Die Arbeitsmethoden von Monika Golla beruhen auf einer Infragestellung der Wirklichkeit im Kontext massenmedialer oder scheinheiliger Wahrheits- und Kulturbegriffe. Zu ihrem Interesse gehören daher oft unspektakuläre Randerscheinungen. Im Profanen das Besondere zu sehen, ist ihre Spezialität. Die Künstlerin erarbeitet ihre Fragestellungen oft  durch vorangegangene umfangreiche theoretische Untersuchungen. Nicht selten begleitet sie eine Thematik fortwährend über Jahre und bestimmt dann immer wiederkehrend ganze Werkkomplexe. Dabei bedient sie sich aller ihr zur Verfügung stehenden Materialien und Methoden. Sehr wichtig ist ihr dabei stets das Einbinden der Rezipienten bereits in der Entwicklungsphase ihrer Arbeiten. Netzwerke aufzubauen, Kommunikation zu initiieren und Assoziationen auszulösen sind treibende Motive der Vorgehensweise von Monika Golla.

Auf diese Art entstehen neben akustischen Kompositionen und Klangarbeiten auch Fotos, Videos und Objekte, die oft zu raumgreifenden Installationen zusammen gefügt werden. Darüber hinaus entwickelt die Künstlerin Video- oder Klangperformances und ist als Kuratorin tätig. Genreübergreifende Kooperationen sind ein fester wichtiger Bestandteil der Arbeitsweise der Künstlerin, die in vielen Medien zu Hause ist.

   

Fotos: © Norbert Städele, Christine Wassermann, Karl Rudi, Brigitte Kottwitz

 

Monika Golla works boundary-transcending, usually in installations. Her artistic concepts centered mainly on sound work and performances beside photography and video. The artist always finds her topics in her direct surroundings. Thus, she examines places that are not consciously perceived anymore in the present or are even taboo. To initiate communication and trigger associations are driving motives of her work, these always being conceived with the space or location in mind. Artistic collaborations are an important part of her work procedure.

Monika Gollas work methods are based upon a questioning of reality in the context of mass media or hypocritical ideas of truth or culture. Therefore, she is often interested in unspectacular phenomena or seemingly irrelevant peripheral matters. To see the extraordinary within the profane is her specialty. The artist usually develops her concepts over several months. Often a subject doesnt let her go for years. It is not rare for certain recurring subjects to determine whole work complexes over many years. "Deutsche Klang, 750 g" / Golla 2011

Genre-transcending collaboration is a consistent part of her work method, Monika Golla being at home in many media. Very important is the recipients involvement from even from the early stages of her projects development. Building networks, initiating communication and triggering associations are driving forces in her procedure. Upon completion, acoustic compositions and  sound works stand beside photography, videos and object, often combined to extensive space installations.

 

"Deutscher Klang, 750 g" Fotografie © 2011