Golla & Heyduck

 

Installation . Performance

 

Wechselwirkungen / interactions

Licht-Klanginstallation / installation

 

"Wechselwirkungen" entstanden in einem zweiwöchigen work-in-progress. Sie bestehen aus verschiedenen Objekten, die aus dem uns gelieferten Diamaterial und seinen Ordnungssystemen gebildet wurden. Die Hauptarbeit ist eine Licht-Klanginstallation, die zur "Halbzeit" in einer Live-Performance als Instrument bespielt wird. Sie besteht aus (hier) sieben Diaprojektoren, Drehspiegeln und einer Vielzahl ausgemusterter gerahmter Diapositive. Das gesamte Material wird stets vor Ort gesammelt. Besucher werden im Vorfeld dazu aufgerufen werden, ihre alten Dias, von denen sie sich für immer trennen wollen, uns zur Verfügung zu stellen. So wächst der Bild-Pool, aus dem die Installation jedes Mal schöpft. Teils durch Intervallschaltungen, teils durch manuelles Auslösen werden die Dias an die Wände projiziert. Einige davon werden mittels der Drehspiegel in Bewegung gebracht, so dass immer neue Zusammenstellungen und Überlagerungen entstehen. Stets wechselnde Bildräume werden auf diese Weise komponiert. Das typische Geräusch der Projektoren beim Dia-Austausch wird elektronisch verstärkt und bildet überlagernd den Klangraum der metamorphen Installation. Die Bilderwelten verdichten und beschleunigen sich während dieser Zeit. Anschließend reduziert sich die Bilderflut hin zum weißen Licht und Schattenwirkungen an den Wänden. Übrig bleiben die Bildunterschriften und Beschriftungen der Dias und ihrer Ordnungssysteme und... die Bilder im Kopf.

 

Wechselwirkungen“  is a light-sound installation played as an instrument in a live-performance. It consists of (here) seven slide projectors, cheval mirrors and numerous discarded framed slides. The material is always collected on site by requesting visitors to provide us with their old slides. Partly through interval circuits, partly through manual trigger, these slides are projected onto the walls. Some are set in motion using the cheval mirrors constantly creating new combinations and superimpositions. The typical sound of the projectors changing slides is electronically enhanced and forms the installations superimposed sound-space.

 


Wechselwirkungen / interactions

Sound-Performance (ca. 25 min) / performance

 

 

Als Klangperformance wird die Licht-Klanginstallation mittels Mischpult und Sythesizern sowie eines Keyboards, das aus den zugehörigen Fernauslösern hergestellt ist, live bespielt. Der Klang der Projektoren wird verstärkt, direkt elektronisch bearbeitet und gemischt. Die Performance endet mit der Projektion weißer Flächen, die nach dem Durchspielen der Dia-Magazine übrig bleiben.

UA September 2010, Quidde3, Kassel

 

As a sound performance this installation is played live using a keyboard assembled from the appending remote releases. The projectors sound is enhanced, directly electronically processed and mixed. The performance ends with the projection of white spaces remaining after the slide trays are played through.

 

Wir danken herzlich für die Unterstützung durch die Zurverfügungstellung von Projektoren sowie großzügige Abgabe von Dias, insbesondere:

Uwe Arndt, Wolfgang Blauert, Herrn Cöster, Karl Friton, Siegfried Gerstgrasser, Werner Golla, Verena Guther, Christof Heyduck, Jürgen Jaekel, Ulrike Köppel, Egon Kurth, Sabine Langenfaß, Herrn Löck, Dr. Rosita Nenno, Wladimir Olenburg, Renate Reifert, Sigrid Siegele, Günther Staniewski, Ursula Tommel, Karina Wellmer-Schnell, Matthias Will und einer Unbekannten sowie dem Kunstbalkon e.V

 

 

 


Nachsaison / postseason

Sound-Performance (ca. 45 min) / performance

für Diaprojektoren und Elektronik / for slide projectors and electronics

 

Soundscape-Recordings von diversen Reisen der letzten Jahre, sieben ausgemusterte Diaprojektoren und eine Vielzahl gerahmter Diapositive bilden das Ausgangsmaterial für die Bild- und Soundperformance. Die Projektoren werden dabei zum live gespielten Instrument. Der  mittels  Fernbedienungen ausgelöste Bilderwechsel und die damit einhergehenden mechanischen Geräusche verbinden sich zu einem Geflecht akustischer Bilder und visueller Klänge.  „Nachsaison“ inszeniert einen erweiterten visuellen Assoziationsraum. Kontinuierlich werden live Bild- und Soundüberlagerungen arrangiert und neue imaginäre Räume geschaffen, werden metamorphe Bilderwelten komponiert, die mit gängigen Schnapschussprinzipien spielen. Die dabei entstehenden Betriebsgeräusche der Geräte - Lüftung, Scharfstellung, Weiterschalten - werden live zu einer vielschichtigen elektroakustischen Klangkomposition gestaltet, die eine kollektiven Bilderfahrungen unterstützt, hinterfragt oder demontiert. Die Performance oszilliert zwischen Bilderflut und Verdichtung, wobei die einzelnen Motive sich in ihrer Überlagerung auflösen bis zur Kulmination im Spiel von reinem Licht und Schatten - und endet mit dem Vorlesen der Beschreibungen der teils zuvor dargestellten Szenen als Raum für die eigenen "Bilder im Kopf". Für den Auftritt werden Diapositive aus einem mittlerweile mehrere tausend Exemplare umfassenden Archiv per Zufall ausgewählt. Erweitert wird dieser Fundus durch stets vor Ort gesammeltes Bildmaterial. UA Eschborn, Oktober 2013 / Fotos: Ottmar Schnee

 

Seven slide projectors and a variety of framed slides are the raw material for the sound performance. The projectors are a live played instrument. The performance oscillates between picture flood and compression, the individual motifs dissolve into its overlay to the culmination in the game of pure light and shadow - and ends with only reading of the descriptions of the scenes shown on the slides before as a space for the own "pictures in the head".

 

 

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